15. Treffen der Transnationalen Arbeitsgruppe zur Erforschung von Gender und Sport – „20 Jahre Gender im Sport – Fortschritte und Rückschläge“
Grundlegende Informationen
Die Transnational Working Group for the Study of Gender and Sport trat erstmals 2005 in Kopenhagen, Dänemark, zusammen und hat seitdem vierzehn Konferenzen und Jahrestreffen zum Thema Gender und Sport abgehalten, wobei das jüngste Treffen 2022 in Bodø, Norwegen, stattfand. Ziel der Gruppe ist es, die Erforschung von Fragen zu Gender und Sport aus kultureller, politischer, pädagogischer und sozialer Perspektive voranzubringen und die transnationale sowie interdisziplinäre Forschung in diesem Bereich zu fördern. Darüber hinaus legt die Gruppe großen Wert auf die Betreuung und Förderung junger Wissenschaftler*innen in den Sportwissenschaften.Das 15. Treffen der Transnational Working Group for the Study of Gender and Sport findet vom 14. bis 16. Oktober 2026 am Institut für Sportwissenschaften der Universität Göttingen, Deutschland statt
und wird von der Abteilung Gender Studies und der Abteilung Sport- und Gesundheitssoziologie organisiert. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet „20 Jahre Gender im Sport – Fortschritte und Rückschläge“.
Call for Papers
Call for Papers:
Seit der Gründung der Transnational Working Group for the Study of Gender and Sport im Jahr 2005 hat sich im Bereich Gender und Sport sowohl in der Forschung als auch in der Praxis viel verändert. In jüngster Zeit ist eine Zunahme der Forschung zu Geschlechterdiskriminierung im Sport zu verzeichnen, einschließlich Forschung zur Situation von trans* und nicht-binären Athlet*innen. Während diskriminierende und frauenfeindliche Debatten über starke Frauen im Sport weiterhin bestehen – wie etwa in den Diskussionen um die Boxerin Imane Khelif bei den Olympischen Spielen 2024 –, beobachten wir zugleich eine wachsende Welle internationaler Solidarität mit Sportlerinnen wie ihr sowie einen kritischen öffentlichen Diskurs über Einschränkungen von Weiblichkeit im Sport. Bemerkenswerterweise zeigen sich auch in traditionell androzentristischen Bereichen wie der Sportmedizin und der Trainingswissenschaft vielversprechende Anzeichen für Wandel. Forschung und öffentliche Debatten befassen sich zunehmend mit Themen wie Menstruation und Schwangerschaft im Sport und hinterfragen langjährige geschlechtsspezifische Vorurteile. Gleichzeitig spiegeln globale politische Entwicklungen ein Wiedererstarken einer starken Bewegung hin zu einer neuen Kultivierung hegemonialer Männlichkeit und Queerfeindlichkeit wider, die sich unweigerlich auf das Feld Gender und Sport auswirken.
Zwanzig Jahre nach der Gründung der Transnational Working Group for the Study of Gender and Sport laden wir zur Reflexion und Diskussion über die folgenden Fragen ein:
• Welche Geschichten von Gender im Sport lassen sich beobachten?
• Welche historischen Durchbrüche und Erfolge für Geschlechtergerechtigkeit im Sport gab es, und welche Kontinuitäten oder Rückschläge bestehen fort?
• Welche Erkenntnisse kann eine intersektionale Perspektive auf Gender innerhalb sportlicher Praktiken und Sportpolitiken bieten?
• Welche zukünftigen Richtungen ergeben sich für Forschung und Praxis im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit im Sport?
Die Konferenz begrüßt Beiträge zu einem breiten Spektrum an Themen im Zusammenhang mit Fortschritten, Rückschlägen und ambivalenten Entwicklungen im Bereich Gender und Sport in den vergangenen 20 Jahren und darüber hinaus, wie zum Beispiel:
• Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit
• LGBTIQ+-Erfahrungen und queere Ansätze
• Race und Intersektionalität
• Gender und Parasport
• Diskriminierung, Belästigung und Missbrauch
• Neue Technologien, Innovation und Spitzensport
• Coaching und Schiedsrichter*innenwesen
• Gender und Sportmedien
• Politik, Richtlinien und Governance
• Jugendsport, körperliche Aktivität und Sportunterricht
• Weitere Themen im Zusammenhang mit Gender und Sport
Richtlinien zur Einreichung von Abstracts
• Autor*innen sollten ihre Abstracts auf Englisch einreichen.
• Abstracts müssen per E-Mail gesendet werden an: genderandsport2026@uni-goettingen.de.
• Die Einreichungsfrist für alle Abstracts ist der 1. März 2026.
• Abstracts sollten 250 Wörter nicht überschreiten.
• Beiträge können konzeptioneller/theoretischer, empirischer oder methodologischer Art sein oder Projekte bzw. Richtlinien vorstellen, die sich mit geschlechtsspezifischen Fragen im Sport befassen.
• Zusätzlich zu empirisch ausgerichteten Präsentationen ermutigen wir zur Einreichung konzeptioneller und theoretischer Arbeiten.
• Abstracts werden von den Mitgliedern des lokalen Organisationskomitees der Konferenz begutachtet.
• Vortragende Autor*innen müssen sich für den Kongress registrieren und daran teilnehmen.
• Alle Autor*innen stimmen zu, dass ihre Abstracts online im Abstractband veröffentlicht werden.