Sommersemester 2026:
Projektpräsentation 04.-06. September 2026
Vom 04. bis 06. September 2026 reisten wir für eine Projektpräsentation zur villa rustica Wachenheim. Unser Team bestand dieses Mal aus zwei Teilgruppen: Eine erste mit Schwerpunkt "Rekonstruktion" fokussierte sich auf die Visualisierungen der ursprünglichen Villa und des heutigen Befundes. Eine zweite Gruppe konzentrierte sich darauf, das Alltagsleben auf der villa rustica akkurat und doch erzählerisch unterhaltsam für verschiedene Zielgruppen zu veranschaulichen.
Nach ersten Probedurchgängen wurden die Ergebnisse der letzten Monate den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins der villa rustica vorgestellt. Zu Beginn präsentierten wir einen eigenen Nachbau einer Groma (ein römisches Winkelkreuz). Diese diente als Modell für eine mögliche bauliche Rekonstruktion in Originalgröße auf dem Gelände. Die Idee dahinter war es, eine Station zum Anfassen und Ausprobieren zu entwickeln, um den Besuchenden römische Vermessungstechniken handfest erfahrbar zu machen. Außerdem zeigten wir Möglichkeiten auf, ähnliche Modelle auch im Schulunterricht einzusetzen.
Gromamodell mit vorläufigen Schild − © Lara Döring
Als Zweites demonstrierten wir die sogenannten "Fenster in die Vergangenheit". Bemalte Plexiglasscheiben wurden so vor zwei antiken Gebäudeteilen angebracht, dass sich beim Blick hindurch unsere bildliche Rekonstruktion und die durchscheinenden Ruinen der villa rustica ergänzten. Neben der besseren Veranschaulichung konnten wir darauf direkt erste selbst entworfene Figuren des Vermittlungsteams präsentieren. Letzteres hat als ein weiter verwendbares Dossier sowohl die auf der Villa wohnenden Angestellten als auch die familia des Hausherrn entwickelt, wobei alle Figuren anhand von historischen Quellen beschrieben und skizziert wurden.
Fenster in die Vergangenheit − © Juliane Catharina Danell
Um diese Personen zum Leben zu erwecken, hatten wir in einem Göttinger Aufnahmestudio drei Demoversionen eines Audioguides produziert. In diesen kurzen Szenen wird der Alltag auf der antiken Villa gegenwärtig, indem übliche Arbeiten - das Nutzen des Ofens, das Reparieren eines Wagens oder das Lagern von Speisen und Getränken - akustisch erlebbar gemacht werden. Dadurch soll die Distanz zum heutigen Leben verringert werden und die Vergangenheit für unterschiedliche Besucher*innen spielerisch verständlich gemacht werden.
Aufnahme im Audiostudio − © Lara Döring
All diese Vorschläge fanden einen positiven Anklang beim Förderverein der villa rustica Wachenheim. Für die nächste Projektphase soll nun insbesondere der Audioguide in den Fokus rücken. Die anderen Vorschläge mit der Groma und den Fenstern in die Vergangenheit sollen ebenfalls nach und nach umgesetzt werden. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches und konstruktives Wochenende in Wachenheim und Bad Dürkheim. So möchten einige unserer Teammitglieder auch im nächsten Semester weiter am Projekt mitarbeiten.
Gruppenfoto mit beiden Teams − © Juliane Catharina Danell
Bericht der studentischen Teilnehmer*innen: Juliane Catharina Danell, Lara Döring, Karen Solveigh Fliegner und Elisabeth-Christin Fricke