Kurzfilm: "Baumkletterer vs. Proben-Drohne: ein Duell für mehr Waldresilienz"
Mitreißend, informativ, wirkungsvoll – genau so stellen wir uns Wissenschaftskommunikation vor: in unserem Kurzfilm Baumkletterer vs. Proben-Drohne: ein Duell für mehr Waldresilienz. Wir begleiten zwei Doktorand*innen, die dasselbe Ziel verfolgen: die deutschen Wälder widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen.
Dazu benötigen sie Blatt- und Zweigproben aus den Baumkronen, die wichtige Informationen über die Baumgesundheit liefern. Eine Person klettert selbst in die Bäume, während die andere eine Drohne entwickelt hat, die dieselbe Aufgabe erfüllen kann. Sie stellen ihre Methoden auf die Probe: Wer ist schneller, sicherer, effizienter – der*die Baumkletterer*in oder die Drohne?
Dieser Wettbewerb treibt die Handlung voran, während wir gleichzeitig ihre Forschung, Motivation und Persönlichkeit kennenlernen. Mit eindrucksvollen Bildern und starkem Storytelling zeigt der Film, warum gesunde Wälder für Ökosysteme und Gesellschaft unverzichtbar sind – und wie interdisziplinäre Forschung neue Lösungen hervorbringt.
Wälder spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Klimas, der Bereitstellung von Ökosystemleistungen und der Förderung der biologischen Vielfalt. Sie sind jedoch zunehmend durch den Klimawandel bedroht, was zum Absterben von Wäldern und zum Verlust von Ökosystemfunktionen führt.
Um wirksame Strategien zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Wäldern zu entwickeln, ist es unerlässlich, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Bäumen, Klima und Umwelt zu verstehen. Messungen im Feld, insbesondere im Kronendach, sind entscheidend für die Erhebung von Daten über den Wasserhaushalt von Bäumen, einem kritischen Faktor für die Bestimmung der Widerstandsfähigkeit von Wäldern. Durch die Entnahme von Blatt- und Astproben aus dem Kronendach können Forschende die Gesundheit und den Wasserstatus der Bäume beurteilen.
Auf der Grundlage der gesammelten Daten können Empfehlungen für eine adaptive Waldbewirtschaftung ausgesprochen werden. Ziel des Projekts war es, einen Dokumentarfilm zu produzieren, der die Bedeutung der Widerstandsfähigkeit der Wälder und die innovativen Methoden zu ihrer Erforschung aufzeigt, wobei der Schwerpunkt auf Seilklettertechnik in Bäumen und Drohnentechnologie lag.
Unser Team bestand aus zwei Teams von Forschenden der Universität Göttingen und der Technischen Universität Braunschweig, die das für den Film erforderliche Fachwissen und die erforderlichen Probenahmekenntnisse mitbrachten. Hinzu kam eine professionelle Agentur für Wissenschaftskommunikation (Zum Staunen* – Kreativstudio für Wissenschaftskommunikation), die für die Organisation der Dreharbeiten, die Filmproduktion und die Postproduktion verantwortlich war. Der Inhalt und die Handlung des Films wurden in wiederholten Online- und persönlichen Treffen gemeinsam entwickelt. Mit der Filmausrüstung der Agentur (Kameras, Mikrofone, Filmdrohne usw.) und der technischen Ausrüstung der wissenschaftlichen Teams (Kletterausrüstung, Drohnenausrüstung) trafen wir uns zu insgesamt zwei intensiven Drehtagen an einem ausgewählten Ort in der Nähe von Apelern in Niedersachsen.
Das Team des Kreativstudios führte anschließend die Postproduktion durch und stand dabei in engem Kontakt mit uns als wissenschaftlichen ExpertInnen, um sicherzustellen, dass die im Film vermittelten Botschaften den beabsichtigten Inhalten entsprachen. Wir sind stolz darauf, einen etwa 20-minütigen Dokumentarfilm produziert zu haben, der persönliche Geschichten, informative Erklärungen und beeindruckende Bilder kombiniert, um das Publikum für das Thema zu begeistern. Das Endprodukt soll auf YouTube veröffentlicht und durch kurze Teaser auf verschiedenen Kanälen, darunter Instagram, LinkedIn und Bluesky, von den Teilnehmern und ihren Heimatinstitutionen verbreitet und beworben werden. Die Hauptzielgruppe sind junge, nicht fachkundige Zuschauer.
Das Projekt lebte von der Zusammenarbeit zwischen Forschenden und ExpertInnen für Wissenschaftskommunikation – um ein professionelles, ansprechendes und wissenschaftlich fundiertes Outreach-Projekt zu ermöglichen. Diese Partnerschaft ermöglichte die Schaffung eines professionellen, ansprechenden und wissenschaftlich fundierten Outreach-Projekts und ermöglichte es uns, voneinander zu lernen. Die zusätzliche Zusammenarbeit mit den Social-Media-Verantwortlichen der Institutionen war ebenfalls eine wertvolle Erfahrung, und wir schätzten die Gelegenheit, kooperativ zusammenzuarbeiten. Insgesamt war das Projekt eine großartige Erfahrung, und wir sind mit dem Endergebnis zufrieden. Allerdings stießen wir auf eine Einschränkung, als die für die Erstellung von Social-Media-Inhalten verantwortliche Person erkrankte, was zu einer Verzögerung bei der Verbreitung des Dokumentarfilms führte und einige Zeit in Anspruch nahm, um das Problem zu lösen. Trotz dieses Rückschlags konnten wir uns anpassen und die Projektziele dennoch erreichen. Tatsächlich haben wir den Zeitpunkt der Veröffentlichung neu überdacht, nachdem wir uns an andere Social-Media-Experten gewandt hatten.
Der fertige Dokumentarfilm „Per Seil oder Drohne zur Krone? – Das Forschungsduell im Blätterdach“ ist ein hochwertiger, spannender Film, der die Ziele des Projekts erfüllt. Er wird in Kürze auf YouTube verfügbar sein und über verschiedene institutionelle Kanäle beworben werden, um den internen und externen Austausch zu fördern und die Sichtbarkeit des Kompetenzzentrums für Landschaftsresilienz zu erhöhen. Trotz kleinerer Verzögerungen wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Wir sind überzeugt, dass das Ergebnis das Publikum dazu inspirieren wird, sich mit Wäldern, Resilienz, und MINT-Fächern im Allgemeinen auseinanderzusetzen.
Christina Hackmann
Dr. Matthias BeyerOutreach-Projekte
2025Kurzfilm: "Baumkletterer vs. Proben-Drohne: ein Duell für mehr Waldresilienz"
Impressionen
Wald nahe Apelern (Niedersachsen), welcher als Drehort fungierte.
Foto: Christina Hackmann
Vor-Ort-Interview von Wissenschaftler*innen für den Film.
Foto: Sharat Paligi
Briefing vor dem Filminterview.
Foto: Sharat Paligi
Filmteam bereit zur Aufnahme.
Steffen Dohmen (TU Braunschweig) bei der Drohnenvorbereitung.
Drohnenperspektive während der Filmaufnahmen.
Die Drohne auf ihrem Weg zum Einsatzbereich im Blätterdach.
Dreharbeiten im Wald mit seilkletternden Forschenden.
Fotos: Christoph Nick
Ergebnisse & Reflexion
Hintergrund und Forschungsansatz
Methoden
Erfolge und Herausforderungen
Ergebnisse & Ausblick
Highlights
Kontakt
Email: christina.hackmann@uni-goettingen.de
Phone: +49-551-39-9757
Mitantragsstellende
Sharat Paligi
Prof. Dr. Christian Ammer
Zum Staunen*