Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft
14. Junges Forum zum chinesischen Recht am 19.03.2026

Das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen (DCIR) lädt zu einem spannenden und erkenntnisreichen Event ein, das eine lebendige Brücke zwischen der chinesischen und der deutschen Rechtskultur schlägt – und Studierende wie Dozent:innen gleichermaßen in den Dialog bringt.
Zum anmelden bitte eine kurze Email schreiben an ChinaRecht@jura.uni-goettingen.de
Das DCIR stellt im Rahmen seiner Veranstaltung „Junges Forum zum chinesischen Recht“ den Doppelmasterstudiengang „Chinesisches Recht und Rechtsvergleichung“ der Universitäten Göttingen und Nanjing vor. Vorgestellt wird der Doppelmasterstudiengang von Ranling Zhang LL.M. Göttingen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DCIR der Universität Göttingen. Der Studiengang hat einen Umfang von vier Semestern und ermöglicht den Erwerb von gleich zwei Masterabschlüssen, sodass am Ende die Titel LL.M./LL.M (oec) oder LL.M./M.A. verliehen werden.
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Rüdiger Krause, Direktor am DCIR, wird es einen spannenden Vortrag von dem renommierten China-Experten und Rechtsanwalt Ralph Koppitz geben mit dem Thema „Rechtliche Herausforderungen und Lösungen im Kontext ‚China for China’”. Ralph Koppitz arbeitet als Partner für die Rechtsberatung von Rödl & Partner in Shanghai.
Anschließend wird Prof. Dr. Benjamin Pißler, Vizedirektor am Deutsch-Chinesischen Institut für Rechtswissenschaft in Nanjing, den Teilnehmenden einen interessanten Einblick in die chinesische Rechtsterminologie, insbesondere unter Einsatz von DeepL, bieten.
Zudem gibt Rechtsanwältin Dr. Madeleine Martinek LL.M. (Göttingen), LL.M. oec. (Nanjing) einen aufschlussreichen Überblick über die „Vertragsgestaltung im Chinageschäft unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Schiedsgerichtsbarkeit”.
Auch wird es eine Berufsvorstellung nach dem Master von Minte Nagel, M.A. Göttingen, LL.M. (oec.) Nanjing geben, die als wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg arbeitet. Somit bekommen Teilnehmer:innen interessante Berufseinblicke und –perspektiven.
Hier das Plakat
Konferenz & Nachwuchskolloquium des DCIR der Universitäten Göttingen und Nanjing am 25.-26.11.25
Am 25. und 26. November veranstaltete das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft (DCIR), ein seit mittlerweile schon seit 36 Jahren bestehendes Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Göttingen und Nanjing, unter dem Titel „Recht als Ordnungsfaktor in grenzüberschreitenden Kontexten“ eine zweitägige Konferenz an der Juristischen Fakultät. Hierzu versammelten sich am ersten Konferenztag zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Göttingen und Nanjing, um sowohl aktuelle als auch grundlegende Fragen zu diskutieren, die durch die ökonomische und politische Globalisierung hervorgerufen werden. Dabei konnte als gemeinsamer Ertrag festgehalten werden, dass nur ein rechtlicher Rahmen, der praktikable sowie wertebasierte Regelungen enthält und der auf diskursive Weise unter wechselseitiger Anerkennung unterschiedlicher Vorstellungen und Traditionen zustandekommt, den Akteuren bei transnationalen Sachverhalten hinreichende Orientierungssicherheit verschafft. Am zweiten Konferenztag stellten dann deutsche und chinesische Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines Nachwuchskolloquiums ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion und trugen so zur weiteren Vertiefung des rechtswissenschaftlichen wie auch des interkulturellen Austausches zwischen Deutschland und China bei. Für das nächste Jahr ist eine Folgekonferenz in Nanjing in Aussicht genommen.
35 Jahre Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft der Universitäten Göttingen und Nanjing – Jubiläumsveranstaltungen in Nanjing
Zur Feier des 35-jährigen Jubiläums des Deutsch-Chinesischen Instituts Rechtswissenschaft (DCIR) der Universitäten Göttingen und Nanjing reiste eine Delegation der Göttinger Juristischen Fakultät unter Leitung von Dekan Professor Andreas Paulus am 16. November einschließlich der Professoren Martin Ahrens, Olaf Deinert, Rüdiger Krause und José Martínez sowie Mitarbeiter*innen verschiedener Lehrstühle für mehrere Tage nach Nanjing, um die langjährige erfolgreiche Kooperation beider Universitäten und Juristischen Fakultäten gemeinsam mit der chinesischen Seite gebührend zu würdigen.
Den offiziellen Auftakt des Jubiläums bildete die Eröffnungsveranstaltung am 18. November unter Beteiligung hochrangiger Vertreter der Universität Nanjing nebst feierlicher Enthüllung des neuen Namensschildes des DCIR, das mitsamt seiner umfangreichen – durch zahlreiche aktuelle „Mitbringsel“ der Göttinger Delegation noch erweiterten – Bibliothek deutscher Rechtsliteratur zusammen mit der Juristischen Fakultät vor wenigen Monaten in vollständig renovierte, repräsentative Räumlichkeiten auf dem Zentralcampus umgezogen ist. An die Einführungsveranstaltung schloss sich am Nachmittag die Jahresversammlung der Chinesischen Alumni-Vereinigung der Universität Göttingen mit weit über 100 Teilnehmer*innen an, denen sich hierdurch die Gelegenheit bot, ihre schönen Erinnerungen an die teilweise schon Jahrzehnte zurückliegende Göttinger Zeit wieder aufleben zu lassen und alte Freund*innen wieder zu treffen.
Wissenschaftlicher Höhepunkt des Jubiläums war die Fachtagung zum Generalthema „Künstliche Intelligenz als Herausforderung für das Recht“ am 19. November, auf der zwölf deutsche und chinesische Professor*innen, darunter auch der Direktor am Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht Professor Ralf Michaels, diese hochaktuelle und für die politische, ökonomische und soziale Zukunft beider Länder außerordentlich bedeutsame Materie aus verschiedenen fachlichen Perspektiven beleuchteten und engagiert diskutierten.
Der 20. November gehörte vorwiegend dem wissenschaftlichen Nachwuchs: Am Vormittag stellten sieben deutsche und chinesische Doktorand*innen ihre Forschungen zu den Herausforderungen, die durch die Digitalisierung für das Recht hervorgerufen werden, zur Diskussion. Am Nachmittag fand für die chinesischen und die derzeit in Nanjing befindlichen deutschen Masterstudierenden ein Rechtsvergleichungsseminar mit sieben Refereraten und sieben dazugehörigen Kommentaren statt. Mit einem anschaulichen und gedankenreichen Vortrag von Professor Ralf Michaels zum Thema „How Asian Should Asian Law Be? An Outsider’s View“ fanden die verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen am Abend ihren würdigen Abschluss.
Um zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch um vielfältige interkulturelle Eindrücke und anregende persönliche Begegnungen mit den chinesischen Partnern und Freunden bereichert, kehrte die Göttinger Delegation am 22. November wohlbehalten in die Heimat zurück. Für das nächste Jahr ist ein Gegenbesuch der Nanjinger Juristischen Fakultät in Aussicht genommen.
Sie können hier das Konferenz Programm finden.