Forschungsprojekte


Mykorrhiza, Diversität und Physiologie

Wir untersuchen die Diversität der Pilz-Community in Waldbeständen auf molekularer Ebene und setzen diese in Verbindung mit der Diversität der Baumspezies im Bestand. Für funktionelle Biodiversitätsstudien nutzen wir die Markierung mit stabilen Isotopen. Mithilfe von Radioisotopen untersuchen wir im Laborsystem den Transfer von Nährstoffen zwischen Pilz und Pflanze.

Kontakt: PD Dr. Ines Teichert


Molekularbiologie der Mykorrhiza-Symbiose

Wir untersuchen die Ektomykorrhiza-Symbiose im Labor-Modell im Petrischalenmaßstab. Um Faktoren für die Etablierung und Aufrechterhaltung der Symbiose analysieren zu können, entwickeln wir genetische Transformationsmethoden für die Pilze. Unser Ziel: Kandidatengene in beiden Symbiosepartnern in revers-gerichteten und vorwärts-genetischen Ansätzen zu charakterisieren, um Einblicke in die molekularen Mechanismen der Ektomyorrhiza-Symbiose zu erhalten.

Kontakt: PD Dr. Ines Teichert


RNA-Editierung in Hyphenpilzen

Wir analysieren die mRNA-Editierung in Pilzen am Modellorganismus Sordaria macrospora. Dieser Hyphenpilz aus der Gruppe der Ascomyceten hat einen einfachen Lebenszyklus, der im Labor innerhalb von sieben Tagen abgeschlossen wird.
Erst vor kurzem wurde in filamentös wachsenden Ascomyceten die Adenosin (A) zu Inosin (I) Editierung von mRNA nachgewiesen. Sie findet ausschließlich während der sexuellen Entwicklung, genauer, bei der Bildung sexueller Fruchtkörper und Sporen statt. Wie die Editierung in Ascomyceten enzymatisch katalysiert wird, ist bisher unbekannt.

Kontakt: PD Dr. Ines Teichert



Molekulare Ökophysiologie der Stressanpassung und Saisonalität bei Bäumen

Wir untersuchen die molekularen und physiologischen Reaktionen von Bäumen auf Stress und auf sich global verändernde Umweltbedingungen. Das wichtigste Modell ist Populus. Molekulare und physiologische Netzwerke, die an Abwehrreaktionen (Salz, Schwermetalle) und an der Ernährung (Stickstoff, Kohlenstoff und andere Nährstoffe) beteiligt sind, werden durch Expressionsprofilierung und funktionelle Charakterisierung untersucht. Um die Holzeigenschaften zu verbessern, setzen wir die Baumbiotechnologie ein. Darüber hinaus umfassen unsere Studien molekulare und genomische Untersuchungen an wichtigen Waldbaumarten wie der Rotbuche (Fagus sylvatica).

Kontakt: Prof. Dr. Andrea Polle


Biotische Interaktionen und Diversität

Die Baumarten der gemäßigten Breiten gehen in der Regel symbiotische Verbindungen mit Ektomykorrhizapilzen ein, die den Bäumen im Austausch gegen Kohlenhydrate Wasser und Nährstoffe liefern. Die Pilzvielfalt wird auf molekularer Ebene untersucht und mit der Baumvielfalt in Verbindung gebracht. Stabile Isotopenmarkierung, physiologische Studien in axenischen Pilz-Pflanzen-Systemen und molekulare Physiologie werden eingesetzt, um die funktionelle Biodiversität zu entschlüsseln.

Kontakt: Prof. Dr. Andrea Polle