Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft

Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft

Stellenausschreibung – Deutsch-Chinesisches Institut (DCIR)


Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d) gesucht

Die Juristische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts sucht zum 01.04.2026 für die Dauer von drei Jahren eine*n

wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (w/m/d)
(Entgeltgruppe 13 TV-L, Teilzeit 50 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit)

Die Stelle ist am Deutsch-Chinesischen Institut (DCIR) angesiedelt.

Aufgabenbereich

Die mit der Stelle verbundenen Aufgaben betreffen insbesondere die Unterstützung in Forschung und Lehre des Instituts. Dazu zählen vor allem:

• die Beteiligung an Forschungsvorhaben des Deutsch-Chinesischen Instituts,
• das Projektmanagement (Planung, Organisation und Durchführung von Forschungsvorhaben einschließlich der Koordination des Personaleinsatzes sowie der Verwaltung von Ressourcen),
• die Anleitung von Hilfskräften,
• die Unterstützung der am DCIR erbrachten Lehrtätigkeit auf dem Gebiet des chinesischen Rechts sowie
• die Unterstützung der Studierenden im Rahmen des Doppel-Masterstudiengangs „Chinesisches Recht und Rechtsvergleichung“.

Einstellungsvoraussetzungen

Vorausgesetzt wird ein mit der Ersten Juristischen Prüfung oder einem Master abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich der Rechtswissenschaft oder der Sinologie sowie fortgeschrittene Kenntnisse im Bereich der Rechts- bzw. Chinawissenschaft.
Kenntnisse der chinesischen Sprache sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Eine Bewerbung ist auch möglich, wenn aufgrund der schriftlichen Vornoten davon auszugehen ist, dass die Einstellungsvoraussetzungen erfüllt werden, und bis spätestens 31.03.2026 eine vorläufige Bescheinigung über den Abschluss des Studiums vorgelegt werden kann.

Die Stelle dient der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses und bietet die Möglichkeit zur Promotion.

Wir bieten

• eine Jahressonderzahlung sowie eine zusätzliche Altersversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL),
• vermögenswirksame Leistungen,
• flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur mobilen Arbeit (nach Absprache und Dienstvereinbarung),
• einen tariflichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr,
• ein vergünstigtes Jobticket für den Personennahverkehr des VSN,
• umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten,
• eine vergünstigte Mitgliedschaft im Uni-Sportangebot sowie attraktive Einkaufsvorteile durch das Benefits-Programm der Universität.

Die Universität Göttingen strebt in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft, Beruf und Familie. Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden ausdrücklich begrüßt; bei gleicher Qualifikation werden sie bevorzugt berücksichtigt. Eine Behinderung oder Gleichstellung ist zur Wahrung der Interessen bereits in der Bewerbung anzugeben.

Bewerbung

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen relevanten Unterlagen bis zum 09.02.2026 ausschließlich über das Bewerbungsportal der Universität Göttingen ein:
http://obp.uni-goettingen.de/de-de/OBF/Index/76246

Kontakt
Juristische Fakultät
lehrstuhl.krause@jura.uni-goettingen.de

Mit der Einreichung der Bewerbung erklären Sie sich mit der datenschutzrechtlichen Verarbeitung Ihrer Bewerbungsdaten einverstanden. Weitere Informationen finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).


Vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier


Konferenz & Nachwuchskolloquium des DCIR der Universitäten Göttingen und Nanjing am 25.-26.11.25

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Am 25. und 26. November veranstaltete das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft (DCIR), ein seit mittlerweile schon seit 36 Jahren bestehendes Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Göttingen und Nanjing, unter dem Titel „Recht als Ordnungsfaktor in grenzüberschreitenden Kontexten“ eine zweitägige Konferenz an der Juristischen Fakultät. Hierzu versammelten sich am ersten Konferenztag zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Göttingen und Nanjing, um sowohl aktuelle als auch grundlegende Fragen zu diskutieren, die durch die ökonomische und politische Globalisierung hervorgerufen werden. Dabei konnte als gemeinsamer Ertrag festgehalten werden, dass nur ein rechtlicher Rahmen, der praktikable sowie wertebasierte Regelungen enthält und der auf diskursive Weise unter wechselseitiger Anerkennung unterschiedlicher Vorstellungen und Traditionen zustandekommt, den Akteuren bei transnationalen Sachverhalten hinreichende Orientierungssicherheit verschafft. Am zweiten Konferenztag stellten dann deutsche und chinesische Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines Nachwuchskolloquiums ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion und trugen so zur weiteren Vertiefung des rechtswissenschaftlichen wie auch des interkulturellen Austausches zwischen Deutschland und China bei. Für das nächste Jahr ist eine Folgekonferenz in Nanjing in Aussicht genommen.


35 Jahre Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft der Universitäten Göttingen und Nanjing – Jubiläumsveranstaltungen in Nanjing



Zur Feier des 35-jährigen Jubiläums des Deutsch-Chinesischen Instituts Rechtswissenschaft (DCIR) der Universitäten Göttingen und Nanjing reiste eine Delegation der Göttinger Juristischen Fakultät unter Leitung von Dekan Professor Andreas Paulus am 16. November einschließlich der Professoren Martin Ahrens, Olaf Deinert, Rüdiger Krause und José Martínez sowie Mitarbeiter*innen verschiedener Lehrstühle für mehrere Tage nach Nanjing, um die langjährige erfolgreiche Kooperation beider Universitäten und Juristischen Fakultäten gemeinsam mit der chinesischen Seite gebührend zu würdigen.

Den offiziellen Auftakt des Jubiläums bildete die Eröffnungsveranstaltung am 18. November unter Beteiligung hochrangiger Vertreter der Universität Nanjing nebst feierlicher Enthüllung des neuen Namensschildes des DCIR, das mitsamt seiner umfangreichen – durch zahlreiche aktuelle „Mitbringsel“ der Göttinger Delegation noch erweiterten – Bibliothek deutscher Rechtsliteratur zusammen mit der Juristischen Fakultät vor wenigen Monaten in vollständig renovierte, repräsentative Räumlichkeiten auf dem Zentralcampus umgezogen ist. An die Einführungsveranstaltung schloss sich am Nachmittag die Jahresversammlung der Chinesischen Alumni-Vereinigung der Universität Göttingen mit weit über 100 Teilnehmer*innen an, denen sich hierdurch die Gelegenheit bot, ihre schönen Erinnerungen an die teilweise schon Jahrzehnte zurückliegende Göttinger Zeit wieder aufleben zu lassen und alte Freund*innen wieder zu treffen.

Wissenschaftlicher Höhepunkt des Jubiläums war die Fachtagung zum Generalthema „Künstliche Intelligenz als Herausforderung für das Recht“ am 19. November, auf der zwölf deutsche und chinesische Professor*innen, darunter auch der Direktor am Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht Professor Ralf Michaels, diese hochaktuelle und für die politische, ökonomische und soziale Zukunft beider Länder außerordentlich bedeutsame Materie aus verschiedenen fachlichen Perspektiven beleuchteten und engagiert diskutierten.

Der 20. November gehörte vorwiegend dem wissenschaftlichen Nachwuchs: Am Vormittag stellten sieben deutsche und chinesische Doktorand*innen ihre Forschungen zu den Herausforderungen, die durch die Digitalisierung für das Recht hervorgerufen werden, zur Diskussion. Am Nachmittag fand für die chinesischen und die derzeit in Nanjing befindlichen deutschen Masterstudierenden ein Rechtsvergleichungsseminar mit sieben Refereraten und sieben dazugehörigen Kommentaren statt. Mit einem anschaulichen und gedankenreichen Vortrag von Professor Ralf Michaels zum Thema „How Asian Should Asian Law Be? An Outsider’s View“ fanden die verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen am Abend ihren würdigen Abschluss.

Um zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch um vielfältige interkulturelle Eindrücke und anregende persönliche Begegnungen mit den chinesischen Partnern und Freunden bereichert, kehrte die Göttinger Delegation am 22. November wohlbehalten in die Heimat zurück. Für das nächste Jahr ist ein Gegenbesuch der Nanjinger Juristischen Fakultät in Aussicht genommen.


Sie können hier das Konferenz Programm finden.